Der Kameramarkt spricht: Im Jahr 2025 gibt es einen klaren Gewinner (und eine große Überraschung)
Wenn Sie wissen möchten, in welche Richtung sich der Fotomarkt entwickelt, bieten die Daten der CIPA (Camera & Imaging Products Association of Japan) für September 2025 eine sehr klare Vision. Diese Zahlen zeigen genau, welche Kameratypen derzeit von Fotografen bevorzugt werden und welche an Bedeutung verlieren.
Das Bild ist ermutigend: Die September-Auslieferungen sind im Vergleich zum Vormonat nicht nur deutlich gewachsen, sondern haben auch die Rekorde vom September 2024 übertroffen. Die Branche wächst. Die entscheidende Tatsache liegt jedoch darin, wo sich dieses Wachstum manifestiert.
Der unbestrittene König: Der unaufhaltsame Aufstieg der spiegellosen Kameras
Es ist keine Überraschung für jeden, der die Branche verfolgt, aber die Zahlen bestätigen es: Spiegellose Kameras sind die beliebteste und treibende Kraft der Branche.
Spiegellose Kameras sind die großen Gewinner. Bisher sind die Stückzahlen in diesem Jahr um 13 % gestiegen, was bedeutet, dass viel mehr Kameras verkauft wurden. Interessanterweise stieg der Gesamterlös aus diesen Verkäufen nur um 4 %. Dies zeigt uns, dass die Leute mehr Kameras kaufen, aber wahrscheinlich günstigere Modelle oder Modelle der Mittelklasse. Unabhängig vom Preis ist eines sicher: Dies ist das Format, das jeder übernimmt, und die klare Zukunft der Branche.
Die große Überraschung: Die Rückkehr der Kompaktkameras?
Hier ist die überraschendste Tatsache aus dem Bericht. In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 wurden 22 % mehr Kompaktkameras verkauft als im Vorjahr. Am aufschlussreichsten ist jedoch, dass die Gesamteinnahmen aus diesen Verkäufen um beeindruckende 47 % gestiegen sind.
Was bedeutet das? Sie verkaufen nicht nur kompaktere, sondern auch deutlich teurere und fortschrittlichere Modelle. Der Markt für „Premium-Kompaktkameras“ boomt und lockt Fotografen an, die Qualität und Tragbarkeit ohne die Komplikationen eines Wechselobjektivsystems suchen.
DSLRs setzen ihren Niedergang fort
So wie es klare Gewinner gibt, gibt es auch eine Kategorie, die eindeutig auf dem Rückzug ist. Die Zahlen für DSLR-Kameras sind überzeugend: Bisher wurden in diesem Jahr 26 % weniger Einheiten verkauft. Darüber hinaus sank der Gesamtertrag aus diesen Verkäufen sogar noch weiter, und zwar um 31 %. Der Markt hat deutlich gesprochen: Der technologische Wandel hin zu spiegellosen Kameras ist in seiner Endphase.
Und was ist mit Objektiven bzw. Objektiven?
Der CIPA-Bericht gibt uns auch interessante Hinweise auf den Objektivmarkt. Es gibt Daten, die messen, wie viele Objektive im Vergleich zur Anzahl der verkauften Kameras verkauft werden.
Letztes Jahr wurden für jede verkaufte Kamera 1,58 Objektive verkauft (d. h. die Kamera und etwas mehr als ein halbes zusätzliches Objektiv). In diesem Jahr ist diese Zahl etwas gesunken, auf 1,51 Objektive pro Kamera.
Einfach ausgedrückt: Die Leute kaufen für jede neue Kamera, die sie kaufen, etwas weniger „zusätzliche“ Objektive. Dies könnte bedeuten, dass die Objektive, die im „Kit“ der Kamera enthalten sind, von besserer Qualität sind als zuvor, oder vielleicht sind Fotografen bei ihren Einkäufen wählerischer.
Interessanterweise stiegen die Objektive für kleine Sensoren (weniger als 35 mm) um 9 %, während die Objektive für Vollformat (35 mm und mehr) tatsächlich um 5 % zurückgingen.
Fazit in einem Markt Transform
CIPA-Zahlen für 2025 zeichnen ein klares Bild: Der Kameramarkt stirbt nicht, er verändert sich. Die Beliebtheit hat sich definitiv auf spiegellose Kameras als Industriestandard verlagert, während Premium-Kompaktkameras eine überraschende zweite Jugend erleben.
Die Ära der DSLR geht zu Ende, aber die Leidenschaft für die Fotografie, unterstützt durch neue Technologien, bleibt stärker als je zuvor.