Vor der kreativen Bearbeitung: wo Bildverbesserung in einen Fotoworkflow passt
Ein gutes Foto kann vor der kreativen Bearbeitung noch technische Vorbereitung brauchen.
Vielleicht wurde der ISO-Wert zu weit nach oben getrieben. Vielleicht lag der Fokus leicht hinter dem Motiv. Vielleicht brauchte die beste Komposition einen starken Beschnitt. Das Bild kann es wert sein, behalten zu werden, aber die Datei braucht eine stärkere Basis.
Genau hier kann Aiarty Image Enhancer in einen Fotoworkflow passen. Es verarbeitet Bilder lokal auf dem Computer, sodass Dateien nicht in die Cloud hochgeladen werden müssen. Es soll den Haupteditor nicht ersetzen, sondern ihn unterstützen: Rauschen reduzieren, leichte Weichheit verbessern, beschnittene Dateien vorbereiten oder fertige Bilder für Druck, Display, soziale Medien oder die Auslieferung an Kunden hochskalieren.
Vor oder nach der Bearbeitung
Aiarty nutzt GPU-Hardware von NVIDIA, AMD oder Intel für schnelle lokale Verarbeitung.
Ein einfacher Ablauf kann so aussehen:
- RAW-, TIFF-, PNG-, JPEG-, HEIC-, WebP- oder AVIF-Dateien importieren.
- Ein Modell wählen, etwa More-Detail GAN v3 für Haut, Haare, Fell und feine Texturen oder Real Photo v3 für hochwertige Bilder und Fotografien.
- In der Originalgröße verbessern oder hochskalieren, wenn mehr Auflösung gebraucht wird.
- Den Strength-Regler anpassen, um Details, Schärfe und natürliches Korn auszubalancieren.
- Ein einzelnes Bild exportieren oder einen Stapel lokal verarbeiten.
In der Praxis ist Aiarty am nützlichsten als Vorbereitungsschritt, egal ob damit vor der kreativen Bearbeitung eine sauberere Basis entsteht oder ein stärkeres Endbild für Druck, Display oder Auslieferung.
Aiarty kann als lokaler Vorbereitungsschritt vor der eigentlichen kreativen Bearbeitung dienen, besonders wenn größere Stapel abgearbeitet werden.

Modelle, Strength und Farbe
Die Wahl des Modells ist wichtig. Aiarty bietet verschiedene KI-Modelle für Porträts, feine Texturen, Landschaften, allgemeine Fotos und sauberer wirkende Dateien. Der beste Weg ist, dasselbe Bild mit einigen Modellen zu testen und das Ergebnis bei 100 % zu vergleichen. Die stärkste Version ist nicht immer die beste. Die beste ist die Version, die sich noch wie eine Fotografie anfühlt.
Der Strength-Regler ist genauso wichtig. Ein Porträt braucht vielleicht nur einen dezenten Durchgang, während eine Datei mit hohem ISO-Wert, ein weiches Bild oder ein starker Beschnitt mehr verlangen können. Auch Farbkorrektur kann helfen, wenn die Datei einen Farbstich oder matte Töne hat, und gibt vor der kreativen Bearbeitung einen neutraleren Ausgangspunkt.
Modellwahl und Strength-Einstellungen helfen dabei, Details, Schärfe und ein natürlich wirkendes Ergebnis auszubalancieren.
Die Datei vor der Hauptbearbeitung säubern
Rauschen bei hohem ISO-Wert ist einer der häufigsten Gründe, eine Datei vor der Bearbeitung vorzubereiten. Ein Foto bei wenig Licht kann genau die gewünschte Stimmung haben, aber Farbrauschen wird oft sichtbarer, sobald Schatten angehoben, Kontrast hinzugefügt oder Farben angepasst werden. KI-Verbesserung kann diese Ablenkungen verringern und dabei Haut, Stoff, Haare, Laub und feine Details natürlich halten.
Weichheit ist ein weiterer Fall. Bei lichtstarken Objektiven, geringer Schärfentiefe oder Mittelformatkameras kann ein kleiner Fokussierungsfehler ein ansonsten gutes Bild schwächen. KI kann nicht jedes misslungene Bild retten, aber wenn das Foto nah dran ist, kann etwas zurückgewonnenes Detail manchmal ausreichen, damit sich die Bearbeitung lohnt.
Leichte Weichheit kann sich manchmal genug verbessern lassen, damit sich die Bearbeitung eines guten Bildes lohnt.

Auch Beschnitt gehört zur realen Fotografie. Nach einem starken Beschnitt sinkt die Auflösung und feine Details können leiden. Wenn die beschnittene Datei vor der finalen Bearbeitung verbessert oder hochskaliert wird, kann das helfen, eine stärkere Basis wieder aufzubauen.
Nach einem starken Beschnitt können Verbesserung oder Upscaling helfen, eine stärkere Datei für die finale Bearbeitung wieder aufzubauen.
Ein GFX-Test aus der Praxis
Der Fotograf Marcus Lashah Walker hat Aiarty Image Enhancer kürzlich mit anspruchsvollen Fujifilm GFX-Dateien getestet.
Der Test umfasst ein stark fehlfokussiertes 51 MP-Porträt aus der Fujifilm GFX 50S II und eine ISO-12,800-Datei aus der 102 MP Fujifilm GFX 100S II.
Um den Test anspruchsvoller zu machen, schaltete Marcus in Capture One Vorschärfung und Rauschreduzierung aus, bevor er die Dateien durch Aiarty schickte. Dadurch bekommt die Software eine neutralere Datei zum Arbeiten, und die Ergebnisse lassen sich leichter beurteilen.
Ein paar Dinge fielen auf: Die ISO-12,800-Datei wurde bereinigt, während die Texturen recht natürlich blieben, und das fehlfokussierte Porträt gewann überraschend viele Gesichtsdetails zurück, darunter kleinen Text auf einer Halskette, der besser lesbar wurde.
Das bedeutet nicht, dass KI jedes Bild retten kann. Aber der Test zeigt, wo gezielte Verbesserung helfen kann, wenn ein Foto nah dran ist, die Datei aber mehr technische Unterstützung braucht.
Upscaling nach der Bearbeitung
Wenn ein Foto bereits seinen finalen Look hat, muss es vielleicht für ein 4K- oder 8K-Display, einen großen Druck, einen Portfolio-Export, soziale Medien oder die Auslieferung an Kunden vorbereitet werden. In diesem Fall geht es beim Upscaling nicht nur darum, die Datei größer zu machen. Die wichtige Frage ist, ob Kanten, Texturen und tonale Übergänge in der höheren Auflösung noch natürlich aussehen.
Ein fertiges Bild kann bereits die richtige Farbe und Stimmung haben und trotzdem mehr Auflösung für die Art brauchen, wie es betrachtet oder gedruckt wird.
Finales Upscaling ist am nützlichsten, wenn ein bearbeitetes Bild für Druck, Display oder die Auslieferung an Kunden vorbereitet werden muss.

Lizenzen und aktuelle Verfügbarkeit
Aiarty Image Enhancer ist für macOS und Windows verfügbar, mit einer kostenlosen Testversion, damit man es mit den eigenen Dateien ausprobieren kann, bevor man sich für eine Lizenz entscheidet. Für Fotografen, die kein weiteres Abo hinzufügen möchten, bietet die Lifetime-Lizenz einen Einmalkauf mit lebenslangen Updates.
- Lifetime-Lizenz: umfasst lebenslange Updates und Nutzung auf bis zu drei Geräten.
- 1-Jahres-Lizenz: umfasst ein Jahr Updates und Nutzung auf einem Gerät.
- Kostenloser Download: zum Testen verfügbar, bevor eine Lizenz gewählt wird.
Für Fotografen, die vor allem am Desktop arbeiten, ist der Reiz klar: lokale Verarbeitung, Kontrolle über Dateien, Stapelausgabe und ein Lizenzmodell, das gut zu langfristiger Nutzung passen kann.
Abschließende Gedanken
KI-Bildverbesserung sollte an ihrem Platz bleiben. Sie sollte weder das Auge des Fotografen noch die eigentliche kreative Bearbeitung ersetzen.
Aber für Bilder, die fast da sind, oder für finale Bearbeitungen, die für Druck, soziale Medien oder die Auslieferung an Kunden vorbereitet werden müssen, kann Aiarty Image Enhancer eine praktische Ergänzung für den digitalen Dunkelkammer-Workflow sein.
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