Der BIONZ-Prozessor wurde von Sony entwickelt und 2006 mit der Einführung der DSLR-A100, seiner ersten Spiegelreflexkamera nach der Übernahme der Fotoabteilung von Konica Minolta, offiziell vorgestellt. Sein Hauptzweck bestand darin, als „Gehirn“ zu fungieren, das für die Interpretation roher Sensordaten in endgültige Bilder, die Optimierung der Farbwiedergabe, die Reduzierung von visuellem Rauschen in Schatten und die Beschleunigung der Reaktionszeit des Autofokus verantwortlich ist. Für Sony war es ein Schlüsselelement, seine eigene visuelle Identität auf dem digitalen Markt zu etablieren und sich durch die Bereitstellung gestochen scharfer Bilder und einer für die damalige Zeit sehr effizienten Signalverarbeitung von anderen abzuheben.
Im Laufe der Jahre hat Sony Varianten dieses Prozessors in eine Vielzahl von Geräten integriert, von den Cyber-shot-Kompaktkameras und den Wechselobjektivkameras NEX und Alpha bis hin zu Versionen, die für seine Xperia-Mobiltelefone angepasst wurden. Der Erfolg des BIONZ war seine Vielseitigkeit: Er machte High-End-Funktionen wie Gesichtserkennung, Hochgeschwindigkeitsserienaufnahmen und hochauflösende Videoaufzeichnung sowohl für professionelle Geräte als auch für Taschenkameras verfügbar. Diese Architektur legte den Grundstein für spätere Generationen (wie den BIONZ X), der schließlich den Übergang der Branche hin zu Computerfotografie und 4K-Video anführte.