Astronautin Jessica Meir fotografiert purpurne Aurora aus dem All mit einer Nikon Z9
Die NASA-Astronautin Jessica Meir fotografierte von der Internationalen Raumstation aus eine grün-purpurne Aurora über Kirgisistan. Für die Aufnahme nutzte sie eine Nikon Z9 mit einer Brennweite von 15 mm. Das Bild dokumentiert, wie solare Partikel während eines moderaten geomagnetischen Sturms atmosphärische Gase in unterschiedlichen Höhenschichten anregen.
Für bodengebundene Fotografen bietet diese orbitale Perspektive eine aufschlussreiche Lektion über die Physik des Nachthimmels. Sie verdeutlicht greifbar, warum Polarlichter beim Blick in den Zenit anders wahrgenommen werden als im Seitenprofil aus dem niedrigen Erdorbit.
Schichtstruktur der Atmosphäre und Ursprung des purpurnen Leuchtens
Von der Erdoberfläche aus blickt der Betrachter durch die gesamte atmosphärische Säule nach oben. Diese Perspektive überlagert die Lichtemissionen und erzeugt Farbmischungen auf dem Kamerasensor. Die grüne Emission von atomarem Sauerstoff überwiegt in Höhen zwischen 100 und 200 Kilometern, während Stickstoff in noch größeren Höhen violette und blaue Nuancen erzeugt.
Bei Aufnahmen aus der Raumstation in über 400 Kilometern Höhe erfasst die Kamera das Naturphänomen im Querschnitt. Die Komposition zeigt ein schmales grünes Band entlang der Erdkrümmung, über dem sich eigenständige purpurne Strahlen in den Weltraum erstrecken. Bei der verwendeten Kamera handelt es sich um ein serienmäßiges Nikon Gehäuse ohne bauliche Veränderungen. Das System arbeitet mit einer speziellen Firmware, die thermisches Rauschen, Dateibenennungen und Energieverwaltung an die Bedingungen im Orbit anpasst.
| Technischer Aspekt | Fotografie vom Boden | Fotografie aus dem Orbit (ISS) |
| Visuelle Perspektive | Vertikaler Durchblick durch Atmosphärenschichten | Seitliches Profil über der Erdkrümmung |
| Farbtrennung | Optische Mischung aus Grün, Blau und Violett | Unteres Sauerstoffband und obere Stickstoffstrahlen |
| Aufnahmebedingungen | Stabiles Stativ und lange Belichtungszeiten | Permanente Orbitalbewegung bei 28.000 km/h |
| Kameraausrüstung | Handelsübliche Gehäuse und lichtstarke Optiken | Nikon Z9 mit orbitaler Kalibrierungs-Firmware |
Äquinoktium-Ausrichtung und Empfehlungen für Astrofotografie
Die Sonnenaktivität hinter dieser Aufnahme entsprach einem geomagnetischen Sturm der Stufe G1, der Einstiegsklasse auf der technischen Skala des Weltraumwetters. Das Himmelsschauspiel wurde durch die zeitliche Nähe zum Äquinoktium verstärkt. In dieser Phase tritt der Russell-McPherron-Effekt auf, bei dem die Ausrichtung des Erdmagnetfelds die Ankopplung an den Sonnenwind erleichtert.
Neben der Einzelaufnahme fertigte die Astronautin 30-sekündige Langzeitbelichtungsreihen durch die Fenster der Dragon-Kapsel an. Diese zusammengesetzten Bildserien verbinden das Leuchten der Aurora mit Sternspuren, Satellitenbahnen und Stadtlichtern in Zentralasien.
In der Praxis bedeutet dies, dass Astrofotografen am Boden die Tagundnachtgleiche gezielt für Aufnahmen in mittleren und hohen Breiten nutzen können. Wenn der Kp-Index den Wert 5 erreicht, tritt Purpur selten als eigenständiger Vorhang auf. Vom Boden aus zeigt es sich infolge der Schichtüberlagerung meist als dezenter oberer Saum über dem Grün.
Nützliche Links
Einige Links können Affiliate-Links sein (sponsored).